Johann Balaskovits

Schneider. Widerstandskämpfer gegen das NS-Regime. Hingerichtet.

* 1894    † 1942

 

Lebenslauf

Johann Balaskovits wurde am 11.10.1894 in Dörnbach geboren. Er arbeitete als Schneider.

Leiter der KPÖ-Ortsgruppe Dörnbach

Johann Balaskovits agierte als Leiter der KPÖ-Ortsgruppe Dörnbach.

Widerstand, Verhaftung, Todesurteil

Johann Balaskovits wurde am 11. 8. 1941 verhaftet, am 13. 8. 1942 erfolgte in Graz gemeinsam mit Michael Balogh, Johann Untenecker und Emmerich Kis (alle hingerichtet) die Verurteilung zum Tode. Am 18.12.1942 wurde er im Landesgericht I in Wien hingerichtet.

Aus dem Urteil

„Balaskovits erklärte sich zum Eintritt und zur Errichtung einer kommunistischen Zelle in seinem Wohnort Dörnbach bereit, für die er folgende Mitglieder anwarb: den Maurergehilfen Ferdinand Marlovits, den Schuhmacher Michael Golacz, den Maurer Franz Csarmann, die Hilfsarbeiter Josef Bunyai und Franz Gülli, den Landwirt Andreas Feffer, den Handelsvertreter Franz Stefanits und den Mitangeklagten Balogh. (…) Die Beiträge der Mitglieder seiner Zelle einschließlich der Beiträge aus der von Balogh gegründeten weiteren Zelle zog Balaskovits bis Mai 1941 ein und übergab sie bis April 1941 dem Angeklagten Untenecker.“

Gedenkort - Landesgericht für Strafsachen Wien

Im ehemaligen Hinrichtungsraum des Landesgericht für Strafsachen Wien findet sich sein Name auf einer der Gedenktafeln.

Gedenkort - Gruppe 40, Zentralfriedhof

In der Gruppe 40 wurden die im Wiener Landesgericht Hingerichteten beerdigt. 2013 wurde die Gruppe 40 zur Nationalen Gedenkstätte erklärt.

Quellen und Bildnachweise

  • Willi Weinert, "Mich könnt ihr löschen, aber nicht das Feuer". 4. Auflage Wiener Stern Verlag, 2017
  • Porträtbild: Willi Weinert oder Wiener Stern Verlag
  • Bild Fallbeil/Guillotine: Leihgeber Kurt Brazda
  • Andere Bildrechte: Angabe bei Anklicken des Bildes (Bildinformation)
  • Andere Bilder: Privatbesitz oder Verein Zur Erinnerung

Porträt erstellt von Jürgen Heimlich, Verein Zur Erinnerung, auf Basis der angegebenen Quellen.

Weiterführende Informationen

  • DÖW Katalog zur permanenten Ausstellung. Hg. v. Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstands, Wien 2006
  • Wolfgang Neugebauer, Der österreichische Widerstand 1938-1945, Wien 2008
  • Die Geschichte des Grauen Hauses und die österreichische Gerichtsbarkeit, Wien 2012
  • DÖW (Hg.) Widerstand und Verfolgungen in den österreichischen Bundesländern (Wien, Burgenland, Oberösterreich, Tirol, Niederösterreich, Salzburg), Wien 1975-1991
  • Heinz Arnberger, Claudia Kuretsidis-Haider (Hg.) Gedenken und Mahnen in Niederösterreich. Erinnerungszeichen zu Widerstand und Verfolgung, Exil, Befreiung, Wien 2011
  • Brigitte Bailer, Wolfgang Maderthaner, Kurt Scholz (Hg.), „Die Vollstreckung verlief ohne Besonderheiten“, Wien
  • Herbert Steiner, Gestorben für Österreich. Widerstand gegen Hitler. Eine Dokumentation, Wien 1995
  • Herber Steiner, Zum Tode verurteilt: Österreicher gegen Hitler. Eine Dokumentation, Wien 1964
  • Willi Weinert, „Mich könnt ihr löschen, aber nicht das Feuer“. Biografien der im Wiener Landesgericht hingerichteten WiderstandskämpferInnen gegen das NS-Regime. Ein Führer durch die Gruppe 40 am Wiener Zentralfriedhof. 4. Auflage Wiener Stern Verlag 2017
  • Lisl Rizi, Willi Weinert, „Mein Kopf wird euch auch nicht retten“. Korrespondenzen österreichischer WiderstandskämpferInnen aus der Haft. 4 Bände. Wiener Stern Verlag 2016

Web-Hinweise


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